|
Das heutige P6 - also so wie es seit 2010 nach den Änderungen 2009 in der Schweiz existiert - entspricht in Teilen dem damaligen P5. Alle Turnerinnen ab 16 Jahren turnen nun im P6, egal ob Amateurin oder Profi.
Das alte P5 war für Nicht-Kader-Turnerinnen gedacht. Man turnte nach dem Code de Pointage, ohne Sonderelemente, hatte aber am Barren und am Boden bei den KA (damals noch "EGA") die ein oder andere Erleichterung. Dies mit dem Hintergedanken, dass eine P5-Turnerin als Amateurin selbstredend nicht das Niveau einer Profi-Turnerin mit 25 Wochenstunden Training erreichen konnte. Um dennoch den Amateurinnen das Turnen nach dem CdP zu ermöglichen und gleichwohl akzeptable und motivierende Ergebnisse erreichen zu können, führte man diese Erleichterungen damals ein. Dies kam Allen entgegen und hatte sich sehr gut bewährt.
Seit den Änderungen aus 2009 gibt es diese Erleichterungen nicht mehr. Man turnt zu 100% nach dem Code de Pointage. Das heisst es gibt keine Sonderregeln mehr für Amateur-Turnerinnen ab dem Alter von 16 Jahren. Systematisch bedingt liegt dies darin, dass die ehemaligen P5-Turnerinnen nun im P6 sind, in dem sich eben auch - wie schon vor der Änderungen - die Profi-Turnerinnen befinden.
In der Konsequenz bedeutet dies also, dass die Amateur-Turnerinnen sich an den exakt gleichen Anforderungen wie Profi-Turnerinnen messen lassen müssen. Dass die Amateure hier ziemlich chancenlos sind, dürfte jedem, der die Unterschiede kennt, sofort klar sein. Dies ist allerdings vom STV ganz offensichtlich so gewollt - und wird von uns Vereinen so nicht akzeptiert!
|