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Hier haben wir für Euch die häufigsten Fragen (FAQ) zum Thema Kunstturnen zusammengestellt. Natürlich kann das nicht abschliessend sein. Falls ihr noch weitere Fragen habt, die hier nicht beantwortet sind, kontaktiert uns einfach. Wir versuchen gerne, eure Fragen zu beantworten.
Was bringt mir/meinem Kind das Turnen?
Das (Kunst-)Turnen bringt sehr viel. Neben der gleichmässigen und ausgewogenen Belastung des Körpers, die zu einem gesunden guten Muskelaufbau und gutem allgemeinen Fitnesszustand führt, kommt die ausgezeichnete Körperbeherrschung hinzu. In Zeiten, in denen Kinder immer übergewichtiger werden oder nicht mal mehr auf einer Linie balancieren geschweigedenn rückwärts laufen können, ist eine gute Körperbeherrschung umso mehr wert. Aber auch gerade für die Kinder ist weiter die Erfahrung mit Disziplin, Ausdauer und allgemein der Notwendigkeit von Leistung nicht zu unterschätzen. Hier lernt man im Prinzip Dinge, die man im späteren Erwachsenenleben alle bestens gebrauchen kann. Nicht zuletzt auf den Wettkämpfen lernen die Kinder zudem Selbstbewusstsein. Und nicht zu vergessen: Turnen bietet viel Spass in einer tollen Gemeinschaft und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, bei der man noch viel mehr lernt, als nur turnen!
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Ab welchem Alter sollte man mit dem Kunstturnen beginnen?
Mädchen beginnen früher als Jungs, hören dafür aber meistens auch früher mit dem Turnen wieder auf. Das optimale Einstiegsalter liegt für Mädchen bei 5 bis 6 Jahren. Ist das Kind noch jünger, ist meistens der Körper noch nicht ausreichend entwickelt und andererseits unter anderem das Verständnis für z.B. Disziplin häufig noch nicht ausreichend vorhanden, was z.B. die Verletzungsgefahr insbesondere auch für die anderen Kinder erhöht. Ist das Kind älter, ist es meistens schon zu spät, um die notwendige Kraft und Körperbeherrschung aufzubauen. Das Mädchen hängt dann immer hinterher, was natürlich niemandem etwas bringt und insbesondere das Kind nur demotivieren würde. Man darf nicht vergessen, dass in diesem Alter der Körper sich noch sehr schnell entwickelt, da macht schon ein halbes Jahr einen grossen Unterschied. Auch hier gilt aber, dass es immer auf den Einzelfall ankommt. Wir empfehlen deshalb, einfach mal bei uns ins Training vorbeizuschauen. Das Kind sollte dabei sinnvollerweise gleich mitkommen, zum einen damit es selbst sieht, wie es bei uns so zugeht, zum anderen damit auch wir schon einmal das Mädchen sehen. Hier findet ihr Infos zum Trainingsort und den Trainingszeiten.
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Ist mein Kind für das Kunstturnen geeignet?
Das kann man natürlich so pauschal nicht mit ja oder nein beantworten. Es gibt aber ein paar Punkte, die ein Kind mit Sicherheit ungeeignet machen: Neben dem Alter von maximal 6 Jahren darf das Mädchen nicht übergewichtig sein, weil das Kraft-Masse-Verhältnis sonst nicht stimmt. Das Kunstturnen kann auch nicht dazu missbraucht werden, Kinder auf ein gesundes Gewicht zu bringen. Dazu muss anderer Sport getrieben werden, weil Kunstturnen neben guter Körperbeherrschung viel Kraft erfordert. Ist das Kind zu schwer, kann es aufgrund der Physiologie schlicht nicht genug Kraft aufbringen, um die Masse für kunstturnerische Elemente zu bewegen und insbesondere zu beherrschen. Kunstturnen kann wirklich nur, wer ein "normales" Körpergewicht hat. Nicht falsch verstehen: man muss nicht dünn sein, nur nicht zu schwer. Weiter sollte das Kind eine gewisse Körperbeherrschung bzw. ein Gefühl für den Körper haben. Schliesslich ist auch eine kindgerechte Disziplin nötig, da es rund 25 Kinder in der Halle gibt. Das bedeutet, dass leider Kinder mit einem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und/oder Hyperaktivität kaum für das Kunstturnen geeignet sein werden. Hier besteht schon die Gefahr, dass sie sich, insbesondere aber andere Kinder, verletzen. Schliesslich werden Kinder mit Höhenangst je nach Ausprägung Probleme bekommen. So hat z.B. der obere Holmen des Barrens eine Höhe von rund 240cm. Für jemand mit ausgeprägter Höhenangst ist das kaum zu bewältigen, zumal noch Schwungbewegungen hinzukommen. Da alle Geräte geturnt werden müssen, ist man damit dann leider für das Kunstturnen ungeeignet.
Da man aber keine Ferndiagnose stellen kann, gibt es bei uns die Möglichkeit, Schnupper-Trainings durchzuführen. Kommt einfach mal bei uns ins Training vorbei. Das Kind sollte dabei sinnvollerweise gleich mitkommen, zum einen damit es selbst sieht, wie es bei uns so zugeht, zum anderen, damit auch wir schon einmal das Mädchen sehen. Hier findet Ihr Infos zum Trainingsort und den Trainingszeiten.
Als Alternative zum Kunstturnen gibt es das allgemeine Gerät(e)turnen, bei dem die Anforderungen etwas niedriger liegen und auch teilweise andere Geräte geturnt werden. Dies ist all denen zu empfehlen, die die Leistungen für das Kunstturnen nicht bringen können oder wollen. Allerdings gilt auch hier, dass es immer noch Turnen ist und gewisse Dinge auch hier erfüllt sein müssen. Für nähere Informationen zum Geräteturnen schaut bitte auf die Homepage des TV Wädenswil.
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Ist das Turnen, insbesondere das Kunstturnen nicht gesundheitsschädlich?
Nein. Man muss trennen zwischen Kunstturnen im Vereinsport und dem im Kader (Leistungssport). Wenn man das Niveau auf Spitzenleistung anhebt (wie es eben im Kaderturnen der Fall ist), steigt natürlich - wie in allen Sportarten - die Belastung und auch die Verletzungsgefahr. Im Vereinssport aber, wie er bei uns im Kutu-Wädenswil stattfindet, ist erstens die Verletzungsgefahr sehr gering und keinesfalls höher als in anderen Sportarten. Und zweitens hält sich auch die körperliche Belastung in einem gesunden Rahmen. Die Kinder können sich sowohl körperlich als auch geistig völlig normal entwickeln. Turnen ist im Gegenteil sogar eine der gesünderen Sportarten, weil sie den Körper gleichmässig belastet - Belastung ist hier im guten Sinne gemeint. Zudem wird der Körper in Bereichen trainiert, die andere Sportarten (so) nicht tangieren oder dies dann eben nur einseitig tun. In dieser Hinsicht ist sonst wohl nur noch das Schwimmen mit dem Turnen vergleichbar.
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Wie hoch ist der Zeitaufwand für das Training?
Bei uns trainieren die Kinder zwei Mal die Woche 3 Stunden, beginnend um 17:00 Uhr. So ist einerseits gewährleistet, dass genügend Zeit besteht, sinnvolle Trainingseinheiten abzuhalten. Andererseits wird so der Schulunterricht nicht tangiert und die meisten Kinder haben sogar noch Zeit, die Hausaufgaben vor dem Training zu erledigen. Das Ende des Trainings ist zudem nicht zu spät, um notfalls doch noch danach Hausaufgaben zu erledigen oder rechtzeitig ins Bett zu gehen für den nächsten Schultag. Alle 14 Tage gibt es zudem ein Training am Samstag von 09:00-12:00 Uhr.
Die Trainingszeiten in der Übersicht gibt es hier.
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Müssen auch die Eltern Zeit investieren?
Ja. Je nach Alter oder Wohnort müssen die Kinder ins Training gebracht und auch wieder abgeholt werden. Hier kann man sich aber unter Umständen auch mit den anderen Eltern abwechseln oder Fahrgemeinschaften bilden usw. Zuschauen während des Trainings muss niemand und im Allgemeinen ist das den Kindern auch unrecht, insbesondere wenn sie etwas älter sind.
Geht es allerdings auf Wettkämpfe ist jede Unterstützung gern gesehen! Es gibt Vereine, die kommen mit 30 oder mehr Leuten, wehen Kantons- oder Stadt-Flaggen, lassen Kuhglocken klingeln und feuern ihre Turnerinnen lautstark an. Das muss natürlich nicht jeder so machen, doch werden sich die Turnerinnen in der Regel freuen, wenn die Eltern und eventuell auch Geschwister oder Freunde mitkommen. Hier muss dann mit Anfahrtzeit und Verweilzeit auf dem Wettkampfplatz gerechnet werden, die sicherlich in der Summe - abhängig von der Entfernung - mindestens 4 Stunden pro Wettkampf betragen wird. Dafür aber sieht man seine Tochter bei einem Auftritt, wie sie tolle Leistung erbringt und das in den Monaten davor Gelernte zeigen darf.
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Muss mein Kind auf Wettkämpfe gehen?
Ja, zumindest ab einem bestimmten Alter. Je nach Alter bzw. Fähigkeiten gehen die Kinder normalerweise nach dem ersten Jahr EP, d.h. ab ca. 6 Jahren auf Wettkämpfe. Die Wettkampfsaison beginnt im März und endet im Juni. Es ist während dieser Zeit mit rund 8-10 Wettkämpfen zu rechnen. Diese finden immer an den Wochenenden statt, abhängig von der Organisation entweder Samstags oder Sonntags. Die Teilnahme an den Wettkämpfen ist obligatorisch für den Verbleib im Kunstturnen Wädi. Nur so ist gewährleistet, dass die Kinder sich messen können und sehen, wo sie stehen. Es ist zudem ein wichtiger Motivator, der die Kinder anspornt, besser zu werden. Ausserdem ist dies dann auch der Zeitpunkt, wo die Kinder ihren Eltern zeigen können, was sie in den Monaten davor gelernt haben. Das ist wichtig, nicht zuletzt als Bestätigung für den Einsatz während der Trainings. Deswegen wird es sehr gern gesehen, wenn auch die Eltern mit auf die Wettkämpfe kommen, nicht zuletzt als lautstarke Unterstützung für das Kutu Wädenswil!
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Kann ich mit meinem Kind zu hause üben?
Ja, allerdings raten wir ehrlich gesagt davon ab. Natürlich kommt es auch auf das Element an, das geübt werden soll, doch besteht das Problem, dass die wenigsten Eltern wissen, worauf es bei einem kunstturnerischen Element ankommt. Es wird dann fleissig geübt, doch meistens leider falsch, so dass das Üben zuhause dann sogar kontraproduktiv ist. Sehr wichtig ist, dass die Ausführung des Elementes oder der Übung sauber/korrekt ist. Wir empfehlen deswegen unbedingt vorher mit den TrainerInnen zu sprechen und abzuklären, ob ein Üben zuhause überhaupt sinnvoll ist. Ein weiterer wichtiger Punkt sei noch erwähnt: Es gilt zudem zu bedenken, dass die Kinder zwischen zuhause und der Turnhalle trennen sollten. Es spricht nichts dagegen, dass sie zuhause im Garten freiwillig "rumturnen". Wenn jedoch die Eltern Zwang aufbauen, auch ausserhalb der Halle - also zuhause im eigentlich Turn-freien-Bereich - zu turnen, dann kann das sehr schnell dazu führen, dass das Kind die Lust am Turnen verliert, und das wäre natürlich sehr schade. Also, lieber (nur) in der Turnhalle turnen und dort üben - zuhause gibt es genug andere Dinge, die man machen kann.
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